Tipp: Schreibwettbewerbe

„Habt ihr euch schon einmal gefragt, was passiert, wenn es dunkel wird, wenn die Nacht über euch hereinbricht und kein Lichtstrahl sie durchdringt, wenn sie sich über euch legt, euch umhüllt und sich weigert, euch freizugeben?

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, was passiert, wenn ihr selbst diese Dunkelheit seid?“

Ich dachte mir, dass es einige von euch möglicherweise interessieren dürfte, dass es aktuell mehrere Schreibwettbewerbe gibt, an denen jeder teilnehmen kann (und sollte!), der Spaß am Schreiben hat.

© Bücher-Magazin / neobooks

Über die „Blogger schenken Lesefreude“-Aktion bin ich auf den Schreibwettbewerb des Buecher-Magazins in Zusammenarbeit mit neobooks.de gestoßen. Gesucht werden die besten Thriller- bzw. Krimikurzgeschichten zum Thema „Wenn es dunkel wird…“ Den besten Schreiberlingen winkt ein Verlagsvertrag, ein Autorenseminar oder ein E-Reader.

Ein weiterer Wettbewerb, nämlich der des Buchjournals, endet am 31. Mai, deshalb solltet ihr euch ein wenig beeilen. Das Thema lautet hier: „Harte Zeiten“. Zu gewinnen gibt es ein Schreibseminar der Bastei Lübbe Academy sowie mehrere Bücherschecks in Höhe von 50 bis zu 150 Euro. Die Siegergeschichte wird außerdem auf buchjournal.de veröffentlicht. Mehr Infos gibt es hier.

Für euch heißt das also: Ran an die Tasten! Ich wünsche euch viel Glück!

Übrigens: Gute Tipps und Infos zum Thema Schreiben findet ihr auf der Homepage des Autors Andreas Eschbach.

Die Ciné-clubs der 20er und 50er Jahre

Wenn uns jemand fragte: „Wovon lebt ihr eigentlich?, antworteten wir gern: „Wir leben nicht.“ (Eric Rohmer)

© mercidanslecinema

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Was für den Künstler das Atelier war, das war für den (französischen) Filmliebhaber der Zwanziger der Ciné-Club. Der erste dieser Art wurde 1921 von Louis Delluc gegründet. Das Konzept war einfach: Man mietete in aller Regelmäßigkeit – meist geschah dies einmal in der Woche – einen Kinosaal (sofern man das nötige Kleingeld besaß) und zeigte dort, nun ja, Filme. Meist waren es ältere Filme, vor allem aber waren es Filme aus der eigenen Privatbibliothek, die man sehr schätzte und die man anderen näherbringen wollte.

Filme waren damals noch Wegwerfprodukte. Es gab keine Archive oder offiziellen Sammlungen und oftmals musste man großen Aufwand betreiben, um überhaupt an die Filme zu gelangen. Nur durch Zufall stieß man auf diese Weise auf Filme von George Méliès. Die Retrospektive, welche die jungen Cinephilen daraufhin in den 50ern zeigten, führte zur Wiederentdeckung des Filmmagiers.

Im Kino wurde die Liebe zum Film zelebriert. Und was Rohmer in seinem Zitat oben ausdrücken wollte, war eben, dass es für die Regisseure der Nouvelle Vague und für ihn kein anderes Leben als das Kino gab. Es diente nicht der Unterhaltung, sondern war für die meisten Filmliebhaber eine ernsthafte und existenziell betriebene Angelegenheit. Außer dem Film gab es nichts anderes und konnte es auch nichts anderes geben.

Der Kinobesuch glich folglich auch einem ganz bestimmten Ritual, das jeder für sich selbst festlegte. Der Eintritt, die Wahl des Sitzplatzes und der Begleitung (nicht selten in Form eines schwarzen Notizbuches) sowie das Verhalten während der Vorführung waren von äußerster Wichtigkeit. Normalerweise saß man in den Reihe 1-5, was eine freie Sicht auf die Leinwand garantierte. Man wollte möglichst nah sein, um in den Film eintauchen zu können. Nichts sollte einem entgehen, nichts einen ablenken von diesem Erlebnis.

Auch für mich ist der Film eine Art Heimat, eine Inspiration, die mir Einblicke in anderen Kulturen und fremde Welten erlaubt, und manchmal auch nur wieder den Blick für das verschärft, was uns alltäglich umgibt. Nicht selten sehne ich mich in die Zeit zurück, als das Kino oder vielmehr der Cine-Club noch der Ort war, an dem man dieser Leidenschaft nachgehen konnte. Ich erlebe dieses gemeinsame und enthusiastische bzw. kritische Ansehen eines Films eigentlich nur noch auf Filmfestivals, fernab von den großen Multiplexkinos, in denen vom Essen verklebte oder verdreckte Sitze jeden Filmgenuss zunichte machen können.

Von euch würde ich gern wissen: Habt ihr bestimmte Rituale, denen ihr nachgeht, wenn ihr ins Kino geht? Was stört euch und was mögt ihr am Kino besonders? Besitzt ihr vielleicht auch ein kleines Notizbuch, in das ihr all das schreibt, was euch an einem Film besonders fasziniert hat? Erzählt mir davon, ich bin neugierig!

Als kleines Extra habe ich euch übrigens noch ein paar Tracks zum Thema zusammengestellt: Hier klicken! Viel Spaß bei diesem kleinen, musikalischen Rundgang!

Blogger schenken Lesefreude: Die Gewinner stehen fest!

blogger

 

Bevor ich hier gleich den bzw. die Gewinner bekanntgebe, möchte ich mich zuallererst ganz herzlich für das Interesse an meinem kleinen Blog und die lieben Kommentare bedanken. Ich freue mich sehr, dass ich sogar ein paar neue Leser gewinnen konnte! Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich diese Aktion richtig toll fand, dass ich einige neue Blogs und interessante Lektüre für mich entdeckt habe, und ich ganz sicher auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sein werde!

Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen: Über „Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore“ darf sich Anette Weber freuen und über „die Entdeckung des Hugo Cabret“ die liebe Leona (die selbst geschrieben hat, dass beide Bücher für sie noch absolutes Neuland sind, weshalb das dann mit Sicherheit tatsächlich eine Entdeckung wird). ;) Ihr bekommt auch noch eine E-Mail von mir!

Alle anderen sind hoffentlich nicht allzu traurig. Es wird in Zukunft sicherlich wieder das ein oder andere Gewinnspiel hier geben, bei dem ihr dann auch gern wieder mitmachen dürft!