Zeichnen für den Welt-Comic-Tag

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© mercidanslecinema.wordpress.com

Wie ihr vielleicht wisst, findet jedes Jahr der Welt-Comic-Tag statt, an dem kostenlos Comics verschenkt werden. Eigentlich wollten meine Schwester und ich an einem Zeichen-Wettbewerb teilnehmen, der anlässlich dieses Tages ausgeschrieben wurde, aber leider konnten wir das Ganze nicht mehr rechtzeitig fertigstellen. Deshalb zeige ich euch die Fragmente bzw. die grobe Idee dahinter.

Inspirieren lassen habe ich mich dabei von der Ästhetik Jean-Luc Godards, der sich deshalb hier auch in einem Zitat verewigt findet.

Die Zeichnungen stammen von meiner Schwester, die Idee ist von mir.

 

 

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„Nichts ist von Dauer“

Ich bin heute auf ein Gedicht von Robert Frost (1874-1963) gestoßen, das ich gern mit euch teilen möchte, weil es so schön und vor allem so traurig ist.

Gold ist das erste Grün der Fluren,
Vergänglichste der frühen Morgenspuren.
Die ersten Blätter sind wie zarte Blüten,
Ihr Glanz lässt sich Sekunden nur behüten.
Bald folgen tausend Blätter wie mit einem Schlage.
Die Dämmerung vergeht und wird zum Tage.
So sank das Paradies aus Lust in Trauer.
Nichts Goldenes bleibt.
Nichts ist von Dauer.

Aktion: Blogger schenken Lesefreude!

Die UNESCO erklärte 1995 den 23. April zum Welttag des Buches, der sich dem Buch als Kulturgut widmet, an die Freuden des Lesens und die Rechte von Autoren erinnert. Seit 1996 verschenken an diesem Tag jährlich auch Buchhandlungen an diesem Bücher an ihre Kunden und veranstalten verschiedene Aktionen rund um das Buch.

Dieses Jahr gibt es ganz neue Aktion, die von Bloggern ins Leben gerufen wurde und sich „Blogger schenken Lesefreude“ nennt.

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Worum es geht:

Am Welttag des Buches, also dem 23. April, werden allen Blogger, die an der
Aktion teilnehmen, einen entsprechenden Artikel in ihrem Blog veröffentlichen
und ein Buch verlosen. Jeder, der kommentiert, nimmt an der Verlosung teil.

Vielleicht hat der ein oder andere ja auch Lust, mitzumachen!

Welches Buch ich verlosen werde, weiß ich noch nicht genau, aber ich denke, es wird sich wohl thematisch meinem Blog anpassen. Seid also gespannt!

Filmstadt Berlin

Mit Der Himmel über Berlin (1987) hat Wim Wenders der Stadt Berlin ein Denkmal gesetzt, und auch in vielen anderen Filmen ist die Stadt selbst der eigentliche Star. Doch was genau erzählt Berlin uns eigentlich von sich? Oder was erzählt es uns nicht?

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Selten zumindest wird man sich im Film nach Berlin verirren, um dort Romantik und die große Liebe zu erfahren. Dies bleibt im großen Stil Paris vorbehalten. Wer den Traum vom Millionärsleben träumt, muss auf die andere Seite des Ozeans wechseln. Und die alternative Rockband wird wohl auch eher im hippen London geboren.

Berlin ist vielmehr der Antagonist, der Spiegel, der dem schönen Schein das Sein entgegenhält, die Stadt, die alles sieht und nichts verbirgt. Knallharter Zeuge und tiefdunkler, melancholischer Erzähler einer Vergangenheit, die sie nicht loslassen wird. Ihre Gassen werden zu Schauplätzen von Verbrechen, der kalte Blick der Realität hallt von ihren Wänden wider. Selbstzerstörerisch versinkt sie in Schutt und Asche, um daraus wie ein Phoenix neu zu erstehen.

Berlin ist pulsierend, faszinierend, gegensätzlich. Sie ist im Unterschied zu anderen Filmstädten bodenständiger, weniger verklärt, weniger romantisiert. Berlin ist eine ernsthafte Filmstadt mit ernsthaften Filmemachern und ernsthaften Filmen.

Glamour á la Hollywood wird einem hier selten begegnen, auch wenn sich inden letzten Jahren diesbezüglich einiges getan hat. Zumindest stellenweise finden die Touristen und Hauptstadtbesucher den Glamour des Films – wie z.B. hier im Hollywood Media Hotel, das mit dem Mythos seiner Filmstadt spielt…

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…oder bei Madame Tussaud’s. Hier kann man sich dem Star einmal nahe fühlen, sich vorstellen, wie es wäre, selbst in die bunte Glitzerwelt einzutauchen.

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Der auf diese Weise vorproduzierte Glamour bleibt allerdings ein oberflächlicher. Wer Film in Berlin wirklich entdecken will, der muss seine Augen nur auf die Straßen und Gassen dieser wunderbaren Stadt richten.

3SAT zeigt in den folgenden Tagen einige Filme zum Thema „Filmstadt Berlin“.

Für die Freiheit der Kunst!

So from now on, and for the next twenty years, I’m forced to be silent. I’m forced not to be able to see, I’m forced not to be able to think, I’m forced not to be able to make films.
I submit to the reality of the captivity and the captors. I will look for the manifestation of my dreams in your films, hoping to find in them what I have been deprived of. – Jafar Panahi

Wenn man diese Sätze liest – immer wieder liest, weil man den Inhalt nicht begreifen kann, nein, ihn nicht begreifen will – steigen einem Tränen der Verzweiflung empor.

Die Zeilen stammen aus dem Jahr 2010, als Jafar Panahi, einer der wichtigsten Regisseure des Irans, zu einem 20jährigen Berufsverbot verurteilt wurde. Seitdem hat sich nichts geändert.

Deshalb freue ich mich sehr, dass die Berlinale gestern erneut ein Zeichen in Richtung Iran gesendet hat, dass sie sich weiterhin mit Panahi solidarisch zeigt und ihm gedenkt. Auch ist Panahis Film Closed Curtain im Wettbewerb zu sehen. Das ist wichtig und gut! Denn Panahi wird so lange nicht schweigen müssen, solange man seine Filme zeigt, durch die er zu den Menschen spricht.

Dies ist ein Text für die Freiheit der Kunst, für die Freiheit der Gedanken, Ideen und Visionen, für die Freiheit von Wünschen und Träumen….Sie lassen sich nicht unterdrücken und sie lassen sich nicht bekämpfen.

In Solidarität mit Jafar Panahi.

Mögen die Fimfestspiele beginnen!

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Heute um 19:30 Uhr ist es endlich so weit: Dann nämlich beginnen ganz offiziell die 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Für alle, die selbst nicht dabei sein können, wird 3SAT die Eröffnungsshow live übertragen.

Wer sich für die Geschichte der Berlinale interessiert, dem sei das Buch „50 Jahre Berlinale. Internationale Filmfestspiele Berlin“ von Filmhistoriker Wolfgang Jacobsen nahegelegt, in dem in Briefen und Artikeln beispielsweise Theo Angelopoulos, Krzysztof Kieslowski oder Fred Zinnemann zu Wort kommen. Leider gibt es das Buch so nicht mehr im Handel zu erstehen, jedoch bieten die Antiquariate auf ZVAB.com z.T. sogar neuwertige bzw. sehr gut erhaltene Exemplare an.

Anlässlich des 60jährigen Jubiläums entstand 2010 zudem einen Dokumentarfilm von Regisseur Hans-Christoph Blumenberg mit dem Titel „Spur der Bären – 60 Jahre Berlinale“, in denen 28 Filmschaffende zu ihren persönlichen Eindrücken und Erlebnissen bezüglich der Berlinale interviewt wurden.

Schon einmal Filme gelesen….?

„Was?“, wird sich da manch einer von euch denken, wie soll das denn gehen? Ganz einfach: Über IMSDB. Dort nämlich finden sich eine Reihe von Drehbüchern zu populären Filmen.

Interessant wird es, wenn man sich für aktuelle Drehbücher interessiert. Zur Zeit stehen die Drehbücher einiger Oscar-nominierter Filme zum Download bereit, darunter z.B. Moonrise Kingdom von Wes Anderson, Lincoln von Steven Spielberg, Frankenweenie von Tim Burton oder The Master von Paul Thomas Anderson.

Mit dem Download solltet ihr allerdings schnell sein, denn nach den Oscars werden die Drehbücher, die von den jeweiligen Filmstudios bereitgestellt werden, meist wieder heruntergenommen.

Ebenfalls empfehlenswert ist diese Seite hier, auf der auch einige wenige nicht-englischsprachige Drehbücher angeboten werden.

Viel Spaß beim Lesen!

via Drama-Blog 

Filmtipps im Februar 2013

Popcorn bereitstellen und in den Sessel zurücksinken lassen…Hier kommen die Filmtipps für den aktuellen Monat.

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Willkommen zurück!

Nach einer kreativen Pause melde ich mich pünktlich kurz vor dem Start der Berlinale zurück, über die ich in den kommenden Tagen auch etwas ausführlicher berichten möchte.

Wong Kar Wai, der dieses Jahr als Jurypräsident fungiert, wird am 07.02. seinen neuen Film The Grandmaster (2013) präsentieren, auf den ich persönlich schon sehr gespannt bin.

Nach kurzer Durchsicht des Programms freue ich mich vor allem auf die Filme aus der Wettbewerbskategorie: Elle s’en va (2013) von Emmanuelle Bercot , Camille Claudelle 1915 (2012) von Bruno Dumont, La Religieuse (2012) von Guillaume Nicloux, Side Effects (2013) von Steven Soderbergh. Auch die im Wettbewerb außer Konkurrenz laufenden Before Midnight (2013) von Richard Linklater und Night Train to Lisbon (2013) von Bille August wecken Interesse. Vor allem an Linklaters Film habe ich allein schon aufgrund der beiden Vorgänger, die ich zu meinen Lieblingsfilmen zählen darf, hohe Erwartungen. Vielversprechend erscheinen mir außerdem die in der Kategorie „Panorama Special“ gezeigten Filme Frances Ha (2012) von Noah Baumbach und Mes séances de lutte (2012) von Jacques Doillon, Top of the Lake (2012) von Jane Campion (Kategorie: Berlinale Special), Leviathan (2012) von Lucien Castaing-Taylor (Kategorie: Forum Expanded).

Wer die Möglichkeit hat, sich einen dieser Filme anzusehen, sollte dies tun (und mir mitteilen, wie er ihn fand). Vielleicht habt ihr auch noch Tipps für mich, oder verratet mir, auf welche Filme ihr euch denn momentan freut!

Persönlicher Musiktipp: Here I am – Adam Green & Binki Shapiro